FAQs zur Kampagne "zusammen gut"

Ganz bewusst wollten wir zu Beginn der Kampagne mit dem Begriff Gutmensch Aufmerksamkeit schaffen. Unsere Intention war es, Diskussionen über gesellschaftliches Engagement in Gang zu bringen. Wir haben deswegen einen Begriff gewählt, der Irritationen auslöst und damit Gespräche anfacht.

Heutzutage empfinden es viele Menschen als naiv, sich vorbehaltlos für Andere einzusetzen. Dieses Phänomen ist in sozialen Netzwerken zu erkennen, wo Ehrenamtler nicht selten als „Gutmenschen“ beschimpft werden, obwohl sie sich mit besten Wissen und Gewissen für ihre Nächsten engagieren. Wir wollen mit dieser Kampagne genau diese Menschen stärken. Denn das gesellschaftliches Engagement und die Liebe guter Menschen sind für uns essentiell und halten unser Leben und unsere Gesellschaft zusammen.

Diese Kampagne soll auch kirchenferne Kreise ansprechen, die wir nicht in den Kirchengemeinden erreichen. Deswegen haben wir uns für ungewöhnlichere Wege entschieden – wie zum Beispiel die Sprühaktion, die Postkarten oder den Film, der in sozialen Netzwerken verbreitet wird. Uns ist bewusst, dass wir damit tatsächlich nur bestimmte Milieus und Generationen im Erzbistum ansprechen.

Die gesprayte  Wortmarke #gutmensch in Neongrün ist natürlich nicht jedermanns Sache und wir verstehen, dass sich nicht jeder an der Aktion beteiligen möchten. Bitte haben Sie etwas Geduld. Sobald es regnet, wird die Sprühkreide durch den Regen ganz automatisch abgespült und Sie werden von der Farbe nichts mehr sehen.

Von den Gemeinden erhoffen wir uns, dass Sie die Kampagne durch die Materialien, die wir an sie versendet haben, bekannt machen (Poster aufhängen, Postkarten und Flyer verteilen), und durchaus auch in die Diskussion zu dem Thema einsteigen. Grundlage dafür kann die Überzeugung sein, das Populismus und wirtschaftlich geprägter Egoismus aus christlicher Perspektive keine Grundlage für unsere Gesellschaft, für das Leben, sein können. Ein gutes Leben braucht Solidarität und muss in Engagement für andere münden: für Flüchtlinge, für Obdachlose, für Trauernde etc. Es könnten auch beispielsweise kleinere Aktionen für und mit Menschen, die Gutes tun, geplant werden.

Jeder und jede Interessierte kann die App kostenlos in den gängigen App Stores runterladen. Man kann sich entweder mit Namen und E-Mail-Adresse einen eigenen Account anlegen oder via Facebook registrieren.